Drei Vorhaben für den Oktober

Oktober Symbolbild

Der gute alte Vorsatz. Auch wenn diese Art der mentalen Selbstversprechen mittlerweile etwas verpönt sind, finde ich sie schön. Sich Dinge vornehmen und auf ihre Tauglichkeit prüfen ist eine nützliche Sache, um sich selbst weiterzuentwickeln.

Würde ich eine Weile überlegen, mir würden tausende Dinge einfallen, die ich ändern möchte. Glücklicherweise habe ich mittlerweile gelernt, dass viel wenig bringt. Stattdessen möchte ich mich im Oktober auf drei Kleinigkeiten beschränken:

+1 Mehr Sport machen

Ich denke, die Gründe hier aufzuzählen wäre Quatsch. Wir alle wissen von den Vorteilen der Bewegung und warum das Couch-Potatoe-Tum uns nicht gut tut.

Trotzdem sei erwähnt, dass ich mich in letzter Zeit schwach fühle und morgens kaum aus dem Bett komme. Ich bin gespannt, ob mehr Bewegung mich fitter durch den Herbst bringt.

+2 Weniger Kaffee trinken

Zu meiner Schande kann ich keine großen Oden an den Kaffee halten. Vom Rösten und Mahlen hab ich keine Ahnung. Er schmeckt mir einfach gut und ist mein stiller Begleiter beim täglichen Mails checken.

Mir geht es hier nicht ums Ganz oder Gar nicht. Nur reduzieren möchte ich meinen Kaffeedurst auf eine gute Tasse am Tag. Vor allem aber möchte ich aus der Gewohnheit raus. Nach dem Aufstehen die French Press bereitstellen ist eben nur ein eingespielter Ablauf und keine bewusste Entscheidung. Schluss damit!

+3 Nur noch gut über andere Reden

In der aktuellen „Emotion“ habe ich ein tolles Interview mit Melodie Michelberger gelesen. Unter anderem sagte sie, ihr ihrer Agentur sei es verboten, schlecht über andere Frauen zu reden.

Ich war absolut beschämt, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Und dabei meine ich nicht beschämt von der Gesellschaft, sondern exklusiv von mir selbst. Warum habe ich diese furchtbare Eigenschaft, ständig alles bewerten und kommentieren zu müssen? Und meine überflüssigen Sätze sind nicht einmal boshafter Natur. Ich kann einfach meinen Mund nicht halten.

Immerhin konnte ich bereits beobachten, dass meine Kommentare gezielter und auch gemeiner werden, wenn ich unzufrieden bin. Doch kann das Ventil der eigenen Unzulänglichkeit eine Zielscheibe auf den Köpfen anderer Leute sein? Ich hoffe nicht!

 

Obacht: Bei all den Vorhaben will ich nicht vergessen, was ich schon alles Tolles tue. Ich lese wieder mehr, trinke wenig Alkohol und schaffe es beinahe jeden Tag, mir selbst Essen zur Arbeit mitzubringen. Wenn das keine Gründe für ein zufriedenes Lächeln sind, weiß ich auch nicht.

Photo by Kerstin Wrba on Unsplash

Wunderbares Basel Stadttrip

Wunderbares Basel: Wie sich die Schweizer Stadt abhebt

Ist es die Weitläufigkeit des Stadtgebiets oder die Herbstmesse, die gerade in der Stadt ist? Wahrscheinlich sind es viele Gründe, die Basel anders wirken lassen, als die Rest-Schweiz. Es sind die hohen Gebäude, die es sonst in der Schweiz kaum gibt. Die Altstadt, die sich elegant um die Innenstadt schlängelt. Der Rhein, der die Stadt wie eine Schlucht teilt.

Basel ist grösser als Bern oder Luzern und wirkt deutlich offener. Als drittgrößte Stadt der Schweiz muss es sich hinter Erstling Zürich in keinem Fall verstecken. Schon seit mehreren Jahren wird die Stadt zusammen mit Genf und Zürich zu den lebenswertesten Städten Europas gezählt. Und auch das ist nach dem ersten Blick verständlich. Basel ist sauber und verdammt schön!

Basel: Was du sehen musst

Basel Stadt Schweiz BulliWenn du in Basel bist, führt dich nichts um die historische Altstadt herum. Am besten verlierst du dich zwischen den alten Gassen und den vielen kleinen Geschäften. Städte in der Schweiz machen vor allem so viel Spaß, weil man sich so schnell verläuft.

Die Stadt wird durch den Rhein in zwei Teile getrennt. Im Osten liegt Kleinbasel, in Westen Grossbasel. Verbunden werden die Stadtgebiete durch die schöne Mittlere Brücke und die nicht ganz so schöne Wettsteinbrücke. Als ich in der Stadt war, war es sehr regnerisch, der Weg entlang des Rheins war trotzdem sehr schön.

Basel ist eine Museumsstadt – es gibt wirklich unzählige zu allen erdenklichen Themen. Highlight, die es kostenlos und zu Fuss zu sehen gibt, sind die Warteck-Brauerei, das Rathaus und die Basler Münster.

Ein guter Zeitpunkt die Stadt im Schweizer Norden zu besuchen ist zur Herbst Messe oder in der Weihnachtszeit. Die Basler Herbstmesse ist eine Kirmes, die an verschiedenen Standorten in den ganzen Stadt verteilt ist. Zur Weihnachtszeit habe ich es leider nicht nach Basel geschafft, unter Schweizern gilt die Stadt allerdings als die schönste Winterstadt.

Basel Tagestrip Architektur
Basel Altstadt
Basel Warteck Werkraum Treppe
Warteck Werkraum

Anfahrt und Infos

Basel liegt an der Grenze zu Deutschland und Frankreich und ist deutschsprachig. Von Zürich sind es mit der Bahn rund eineinhalb Stunden, aus der politischen Hauptstadt Bern sind es kaum mehr als 50 Minuten.

Der Bahnhof ist ein paar Gehminuten von der Innenstadt entfernt und der Weg ist nicht wirklich intuitiv zu finden. Lade dir also besser eine Offline Map vor dem Besuch herunter. In der Innenstadt selbst wird es dann einfach, auch wenn ich mich ständig verlaufen habe 🙆‍♀️

Übersicht

  • Basel ist die drittgrößte Stadt der Schweiz, nach Zürich und Genf
  • Beachtenswert sind die vielen Museen und die historische Altstadt
  • Basel liegt im Dreiländer-Dreieck zwischen Deutschland und Frankreich
  • Die Stadt lässt sich in Klein- (Ost) und Gross-Basel (West) aufteilen
Schweiz Fakten Reiseplanung - So tickt die Schweiz!

Reiseplanung: 10 Dinge, die du über die Schweiz wissen solltest 🇨🇭

Die Schweiz ist klein, politisch neutral und teuer. Soweit der gegenwärtige Konsens, wenn über das kleine Land in Europa gesprochen wird. Doch wie ist es in der deutschsprachigen Schweiz zu leben? Eine Zugezogene erzählt:

Auch wenn ich erst seit wenigen Wochen in Zürich bin, hab ich schon über einiges die Schweiz und ihre Eigenheiten gelernt. Ein paar Dinge sind eher random facts, aber viele durchaus relevant, wenn man sich entscheidet hier hin zu reisen oder gar hier zu wohnen.

EINS: Alle hassen Zürich

Zürich zu hassen ist hier Volkssport. Warum kann mir jedoch niemand erklären. Viele sage, es wäre Neid, weil sich in der Schweiz alles um Zürich dreht. Viele pendeln jeden Arbeitstag nach Zürich oder mussten für ihren Job hier hin ziehen. In der Redaktion, in der ich gerade arbeite, habe ich noch keinen echten Zürcher kennengelernt – alle zugezogen.

Zürich Opernhaus

ZWEI: Die Schweiz ist teuer

Surprise, surprise: Zürich ist teuer. Zürich ist sogar eine der teuersten Städte der Welt und auch im Rest des Landes gibt es nichts geschenkt. Besonders fürs Wohnen, in Restaurants und bei Transportmittel muss man hier tief in die Tasche greifen. Nach meiner Reise durch Südostasien ist das eine ganz schöne Umstellung.

Mit ein paar Tricks kann man hier allerdings auch einiges sparen. Mehr dazu bald auf dem Blog!

DREI: Und hat eine enorm hohe Lebensqualität

Eine Beurteilung des Beratungsunternehmens Mercer hat herausgefunden, dass Zürich zu den lebenswertesten Städten in Europa gehört. Nur Wien liegt einen Platz weiter vorn auf der Nummer eins. Für die Bewertung wurden Kriterien wie Kriminalität, politische Stabilität, Erholung und Ausbildung einbezogen.

Wer selbst durch Zürich schlendert, versteht sofort, woher die gute Bewertung kommt. Zürich ist sehr sauber und alles wirkt sehr geordnet und gesittet. Und auch die anderen Städte, dich ich bisher hier besucht habe, bestätigen diesen Eindruck.

Schweiz Bern hauptstadt

VIER: Hier gibt es ein sehr liberales Waffengesetz

Beim Thema Waffen steht sofort Amerika am Pranger, dabei ist das Waffengesetz in der Schweiz deutlich liberaler. Wer in der Schweiz seinen Wehrdienst ableistet, darf sein Sturmgewehr danach nämlich einfach behalten. Nur Munition gibt es für die Waffe seit 2007 nicht mehr.

Daher gibt es in der Schweiz ziemlich viele Waffen, die meisten verstauben glücklicherweise daheim im Schrank. Die Mentalität gegenüber Waffen ist allerdings nicht mit der USA vergleichbar.

Fünf: Die Schweizer dürfen per Volksentscheid mitbestimmen

In der Schweiz gibt es direkte Demokratie, das bedeutet zum Beispiel, dass die Bewohner per Volksentscheid über neue Gesetze abstimmen dürfen. So haben die Schweizer in den vergangen Jahren über das Bedingungslose Grundeinkommen, sowie über den Klimaschutz abgestimmt.

Während die Schweizer „Ja“ zum Verbot von Atomkraftwerken und Förderungen neuer Energie gesagt haben, gab es ein deutliches „Nein“ zum Bedingungslosen Grundeinkommen.

SECHS: Und sie sprechen vier Sprachen!

Die deutschsprachige Schweiz, sowie die französischsprachige Schweiz sind weit bekannt. Doch wusstest du, dass in der Schweiz auch romanisch und italienisch gesprochen wird?
Die verschiedenen Sprachen resultieren in kulturellen Unterschieden, so wirkt Zürich recht deutsch, während Genf einen französischen Touch hat. Auf der Karte siehst du, in welchen Kantonen (= Bundesländer), was gesprochen wird.

SIEBEN: Die Schweiz ist nicht in der EU, aber im Schengen-Raum

Ihren Ruf als „neutrales Land“ verdankt die Schweiz auch ihrer Nicht-Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Das Schengener Abkommen haben sie trotzdem unterzeichnet. Das bedeutet, dass man als Europäer hier keine Grenzen passieren muss und den Pass beim Eintritt ins Land nicht vorzeigen muss. Nur Waren müssen an der Grenze ggf. durch den Zoll.

ACHT: Hier fährt man Roller und Velo

Die Schweizer sagen Velo statt Fahrrad, was ich ziemlich süß finden. Vor allem fahren sie aber auch viel mit ihrem Zweirad. In Zürich ist mir außerdem aufgefallen, dass es sehr viele Motorrollerfahrer gibt, was in Deutschland ja eher jungen Erwachsenen vorbehalten ist. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass es hier so teuer ist. Aber gut finde ich es trotzdem!

Schweiz Stein am Rhein Architektur

NEUN: 25 Prozent Ausländeranteil

Durch die vielen internationalen Firmen, die in der Schweiz ihren Sitz haben (Hallo, Steuerparadies!), wird hier viel Englisch gesprochen. Und es leben rund 2 Millionen Ausländer in der Schweiz, was bei einer Gesamtbevölkerung von 8 Millionen Menschen rund 25 Prozent entspricht. Laut dem Bundesamt für Statistik kommt der Großteil aus Deutschland, Frankreich und Italien.

ZEHN: Innovation

Die Schweiz ist nicht nur für das Schweizer Taschenmesser bekannt. Auf der Rangliste des Global-Innovation-Index stand die Schweiz mehrere Jahre in Folge ganz oben.

Aber auch die Akzeptanz für Innovation erlebe ich hier als sehr groß. Im Supermarkt wird am Self Check Counter bezahlt, die Städte sind voll mit Elektroautos und es gibt einen Bankautomaten für Bitcoins. Die Schweiz, allen voran Zürich, zeigen sich gerne modern, sicher und zeitgemäß-

Bonus ELF: Marihuana ist hier legal

Der Verkauf und Konsum von Cannbis ist in dem kleinen Land legal. Allerdings nur, wenn der THC-Gehalt bei unter einem Prozent liegt. Das reicht nicht, um sich berauschen zu lassen. Den Stoff bekommt nur einfach im Supermarkt bei Coop oder Denner. Na sowas.

Habt ihr noch zusätzliche Fakten über die Schweiz? Oder gibt es Dinge, die euch ganz besonders interessieren? Immer raus damit!

 

Touristen Einwohner

Einwohner haben keinen Bock mehr auf Tourismus: Das kannst du tun

Mailand, Mallorca, Melbourne: Viele Einwohner beliebter Reiseziele fühlen sich von Touristen und Reisenden gestört. Die Städte und Kommunen unterstützen ihre Bewohner und machen Touristen den Urlaub schwerer. Was du als Reisender dafür tun kannst, das sich der Unmut gegenüber Urlaubern wieder legt:

Spiegel Online berichtete kürzlich über die bisher größte Demo gehen Massentourismus in Palma. Mehr als 3000 Bewohner Mallorcas ärgern sich über immer größere Scharen von Touristen, die sich schlecht benehmen und die Straßen verstopfen.

Auch Italien kämpft mit den Auswirkungen der vielen Besucher und greift zu Strafen und Verwahngeldern. Wie ntv berichtet, kostet künftig schon ein Picknick am berühmten Trevi-Brunnen bis zu 450 Euro. Noch schlimmer trifft es die Stadt Venedig, deren Fundament durch die Kreuzfahrtschiffe beschädigt wird (Augsburger Allgemeine) und massiv ins Bedrängnis gerät, die Stadt vor weiteren Schäden zu bewahren.

Australien gilt als beliebtestes Land für Work-and-Travel-Abenteuer, aber auch hier haben die Einwohner langsam genug von den vielen Rucksack-Touristen. Seit Anfang des Jahres müssen Reisende, die in Australien arbeiten, 15 Prozent Steuern auf ihre Einkünfte zahlen. Ab dem ersten verdienten Cent (ntv).

Backpacker sind nicht die besseren Touristen

Besonders Backpacker legen viel Wert auf die Unterscheidung zwischen Reisenden und „normalen Touristen„. Die Annahme, dass Backpacker, Traveler und Weltenbummler besser sind, ist aber schlicht falsch. Oft sind es die Rucksacktouristen, die lange in einem Ort bleiben und dadurch die Wohnungspreise in die Höhe treiben. Sie selbst profitieren von den günstigen Preisen in Chiang Mai oder Bali, geben aber nichts an die lokale Gemeinschaft zurück.

Das kannst du tun

Beim Reisen geht es um Respekt, Toleranz und Verständnis. Als Besucher kommst du in ein fremdes Land. Das heißt, du bist derjenige, der sich anpassen muss. Dabei ist es egal, ob du nach Indien oder Italien verreist. Jedes Land ist einzigartig und anders, wodurch du dich über jedes Land gesondert informieren musst. Auch wenn Mallorca scherzhaft als 17. Bundesland gilt, gilt die Anpassung auch für naheliegende Urlaubsziele.

EINS: Informiere dich über Sitten und Bräuche

In Thailand berührt man niemanden am Kopf, in Japan ist direkter Augenkontakt unangemessen, in Indonesien zieht man Schuhe und Socken aus, wenn man Häuser betritt.

Manche Dinge kennt man aus dem Gesellschaftsunterricht oder aus Filmen, andere sind ganz neu, wenn man in ein fremdes Land kommt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um sich vorab über andere Länder zu informieren. Eine tolle erste Möglichkeit sind die Grafiken von Wandershare.com.

ZWEI: Beschäftige dich mit Kultur und Geschichte

Kambodscha erholt sich noch heute von der Herrschaft der Khmer Rouge, die Iren mussten lange um ihre Unabhängigkeit von Großbritannien kämpfen. Die Vergangenheit prägt die Zukunft und erklärt die Gegenwart. Dass Phnom Penh aussieht, wie eine kommunistische Stadt der Vergangenheit, liegt daran, dass die Stadt unter der Führung von Pol Pot eine Geisterstadt war und die Bevölkerung aufs Land gezwungen wurde.

Um dich mit der Geschichte eines Landes oder einer Stadt auseinanderzusetzen, reicht meist ein Museumsbesuch. Die nationalen Museen sind oft kostenfrei oder gegen eine geringe Gebühr zu besichtigen. In vielen Städten gibt es auch Tagestouren, die dich an die bedeutenden Stätten der Vergangenheit bringen. Nutze diese Möglichkeit vor Ort, um zu verstehen warum ein Land so ist, wie es ist.

DREI: Die Nachfrage bestimmt das Angebot

Viele Attraktionen werden extra für Touristen angeboten. „Machen doch alle“ wirst du dir denken, „ist doch nicht so schlimm“. Das kann Elefantenreiten oder das Streicheln von Tigern sein. Ja, du bist im Urlaub und willst etwas erleben, aber muss es wirklich auf den Kosten von anderen Lebewesen geschehen?

Grundsätzlich gilt: Sei kritisch, wenn es um touristische Attraktionen geht. Gerade in Asien wird versucht aus allem Geld zu machen und schon mit deiner Aufmerksamkeit unterstützt du diese Praktiken.

VIER: Beobachte und adaptiere Verhalten

Als ich letztes Jahr im August nach Indonesien kam, war ich verunsichert. Schon das Straßenüberqueren ist komplett konträr zu Deutschland. Je tiefer ich in die indonesische Kultur eintauchte, desto mehr Verhaltensweisen entdeckte ich. Ich hab beobachtet, es nachgemacht, mich angepasst.

Bald habe ich mit den Fingern gegessen, auf der Straße meine Schultern und Knie bedeckt gehalten und beim Reden und Verstehen die gleichen Laute gemacht wie meine indonesischen Freunde. Dadurch wird das Erlebte nicht nur intensiver, sondern die Einwohner des Landes respektieren dich mehr und freuen sich, weil du dich anpasst.

FÜNF: Hinterlasse einen kleinen Footprint

Klimaneutrales Reisen klingt zu schön um wahr zu sein – und ist es auch. Das bedeutet aber nicht, dass man dieses Bestreben gleich vergessen sollte. Der ökologische Fußabdruck wird aus Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum berechnet und zeigt auf, wie viele Ressourcen du verbrauchst und was du in der Welt zurücklässt.

Wenn ich im Ausland bin, esse ich für gewöhnlich deutlich mehr Fleisch als in Deutschland, weil ich die nationalen Gerichte probieren möchte. Außerdem fahre ich viel Bus und Bahn, weil ich schließlich einiges sehen möchte. In den Städten selbst, bewege ich mich jedoch zu Fuß.

Ich kaufe keinen touristischen Schnick-Schnack und achte auch darauf, dass meine Unterkunft weder ein dauerhafter AirBnB ist, noch ein maßloses Luxus-Hotel. Das sind alles Kleinigkeiten, die vor Ort einen großen Einfluss haben können. Genieße deine Reise, aber versuche dich nachhaltig zu verhalten. 

SECHS: Bedenke die Ressourcen

Wie Tourism Watch berichtet, führt der boomende Tourismus auf Bali zu einer bedrohlichen Wasserknappheit. 65 Prozent des verfügbaren Wassers auf der indonesischen Insel wird für touristische Zwecke verbraucht – zu Lasten der Landwirtschaft.

Palms are friends

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Auch am Mittelmeer gibt es Probleme, das Süßwasser wird knapp. Auch hier ist der unkontrollierte Tourismus Schuld.  Unter den gefährdeten Regionen befinden sich die marokkanische Mittelmeerküste, die Balearen, Sardinien und Korsika (WWF).

Eine nachhaltige und bewusste Urlaubsplanung erfordert es, sich mit Ressourcenknappheit auseinanderzusetzen. Wobei hier auch die Gesetzgebung, sowie die Tourismusbranche gefragt ist, mehr zu informieren und die entsprechenden Gebiete besser zu schützen. Du selbst kannst dich einfach im Vorfeld informieren und so entsprechende Ziele vermeiden.

SIEBEN: Schaue dir die Tourismus-Zahlen an

Die Anzahl der Touristen hängt mit dem Bestand der Ressourcen zusammen, ist aber nicht die einzige Auswirkung von Massentourismus. Und eigentlich träumen wir doch alle von menschenleeren Stränden und ein bisschen Wildnis.

Wir legen unser Badetuch zwischen hundert andere, die aussehen wie unseres. Dabei ertragen wir diese Massen kaum.

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Opodo gibt an, dass 2016 Spanien, die Türkei und Griechenland besonders beliebt bei Urlaubern waren. Anstatt wie Tausende andere dorthin zu fahren, kannst du dich nach anderen Reisezielen umschauen, die nicht so überlaufen sind. Andere Reiseländer sind oft leerer, günstiger und tun viel für den Tourismus vor Ort.

ACHT: Zahle faire Preise

Urlaub zum Schnäppchenpreis – Portale wie Urlaubspiraten und Urlaubsguru machen es möglich. Also quetschen wir uns mit 150 anderen Schnäppchenjägern in ein kleines Flugzeug ohne Beinfreiheit, halten eine 10-Stunden Zwischenlandung aus, um dann in einem Pauschalhotel einzukehren.

Ich freue mich auch über einen Schnapper und wenn ich Flüge und Unterkünfte buche, vergleiche ich selbstverständlich auch. Aber knauserig sollte man nicht sein. Wenn du dir leisten kannst, Emirates 600 Euro für einen Flug nach Indonesien zu bezahlen, solltest du auch im Land selbst ein bisschen Geld lassen und die lokale Wirtschaft unterstützen.

Für den Eintritt im Borubudur-Tempel in Yogyakarta zahlen IndonesierInnen 30.000 Rupiah, Touristen zahlen 260.000 Rupiah (15 Euro). Das ist ein deftiger Preisunterschied. Dafür besucht man aber einen der schönsten Tempel der Welt und unterstützt ein Schwellenland, das Unterstützung wirklich nötig hat.

Wenn wir verreisen profitieren wir oft von der prekären wirtschaftlichen und politischen Lage des Landes. Ob Griechenland, Türkei oder eben Indonesien. Deswegen solltest du im Ausland nicht um jeden Euro feilschen, sondern auch den Leuten vor Ort etwas gönnen.

NEUN: Mache keine unnötigen Reisen

Für mich die vielleicht wichtigste Regel, wenn es ums Reisen geht: Reise nur an Ort, die dich wirklich interessieren. Zum Shoppen nach London, zum Kiffen nach Amsterdam und Party machen in Thailand gehört für manche Leute vielleicht auf die Bucket List – einmal reicht dann aber auch. Ebenso bescheuert ist es, nur für einen weiteren Stempel im Reisepass ein Land „mitzunehmen“. Such dir deine Reiseziele bewusst aus, dann kann nicht viel schief gehen 🙂

Schottland Rundreise

Reiseroute: 10 Tage Irland, Schottland und England

Es muss nicht gleich eine einjährige Weltreise sein. Auch wenig Zeit bietet viel Raum für Abenteuer. Ich bin 10 Tage mit einer Freundin durch Irland, Schottland und England gereist und komplett begeistert, wie viel wir sehen konnten.

Irland: Dublin, Galway, Cliffs of Moher, Baby Cliffs

Irland hat mich enttäuscht. Das kleine Land ist zwar charmant, aber nicht besonders abwechslungsreich. Grüne Wiese, Schafe, Burgen und Steine prägen die Landschaft. Dazu kommt der mürrische Regen und der allseits bedeckte Himmel. Trotzdem ist Irland charmant, aber für mich kein Must-See.

Dublin haben wir an einem Tag per Fuß erkundet. Die Stadt ist klein und durch die vielen kleinen Pubs schon sehenswert. Für den zweiten Tag haben wir vorher eine Tour gebucht, die uns zu den Cliffs of Moher (schön, aber sehr überlaufen), den Baby Cliffs und nach Galway gebracht hat. Touri-Touren werden ja oft belächelt, diese Tour fand ich aber sehr sinnvoll, weil wir nur wenig Zeit für Irland eingeplant hatten.

Schottland: Glasgow, Edinburgh und die Highlands

Schottland hingegen hat mich einfach nur umgehauen. Hier hatte ich aber auch kaum Erwartungen, weil ich mich vorher kaum informiert hatte 🙊 Wer Europa bereisen möchte, sollte unbedingt nach Schottland fahren. Hier gibt es spannende Städte wie Glasgow und Edinburgh, beeindruckende Natur in den Highlands und viele Drehorte aus den Harry-Potter-Filmen.

Unser Couchsurfing-Host in Glasgow hat uns spontan mit auf einen Tagestrip in die Highlands genommen. Dadurch haben wir an einem Tag viel sehen können. Unter anderem Loch Lomond, Loch Ness, Fort William und Glenfinnan. Ich kann dringend empfehlen selbst mit dem Auto oder Motorrad zu fahren und keine Tour zu buchen. Nur ein bisschen mehr Zeit würde ich mir das nächste Mal nehmen. Alles an einem Tag zu sehen ist einfach etwas zu anstrengend und man kann die Schönheit kaum noch genießen.

England: Nottingham und Matlock Bath

Unser Hauptziel für die Reise war Nottingham. Dort lebt momentan ein indonesischer Freund von uns, den wir besucht haben. Nottingham ist kein typisches Reiseziel, sondern eine Studentenstadt. Zahlreiche günstige Restaurants, Bars und Secondhand-Läden warten hier. Außerdem die University of Scotland und die Trent University.

Von Nottingham waren wir nur eine Zugstunde von der niedlichen Kleinstadt Matlock Bath entfernt. Ein echter Geheimtipp, wo wir die Heights of Abraham erwandert sind, eine Cave besichtigt haben und ein Feuerwerk genießen konnten. Der perfekte Abschluss unseres Trips!

Transport, Essen und Leute

Der Pound und der Euro liegen derzeit fast gleichauf, wodurch Großbritannien kein günstiges Reiseziel ist. Allerdings bieten Tesco und sämtliche Restaurants „Meal Deals“ an, sodass man doch recht günstig essen kann. Durch die gute Infrastruktur durch Nah- und Fernbusse ist man in Großbritannien sehr mobil. Mit sn-ap Travel, dem National Express und City Link kommst du zügig von A nach B. Allerdings solltest du hier früh buchen, da es kurzfristig teuer werden kann.

Richtig begeistert bin ich von der Freundlichkeit der Iren, Briten und Schotten. Wer aus dem Bus aussteigt, bedankt sich beim Busfahrer und wenn wir uns mal wieder verirrt hatten, hat uns immer jemand geholfen. So macht Reisen Spaß!

Großbritannien England Karte

Warst du auch schon in Irland oder Großbritannien reisen? Was hat dir am meisten gefallen?

Hasdrubal Tunesien

Verscherbel mir die Welt: Warum Urlaubsguru und Co dem Reisen schaden

Websites wie Urlaubsguru, Urlaubspriraten und Co locken mit Schleuderpreisen. Für wenig Geld geht es nach Spanien, Bali oder New York. Dabei werden Sehnsüchte geweckt, die wir gar nicht haben.

Reisen ist ein Privileg

Reisen ist ein teurer Spaß. Auch wenn Südostasien und Südamerika durch günstige Preise auf schmale Budgets passen, bleibt Reisen ein Privileg. Zeit, Geld und Energie müssen zusammenspielen, damit die Reiselust auch ausgelebt werden kann. Hier setzen Schnäppchenportale für Reisen an. 3 Tage Rom gibt es für 112 Euro, fünf Tage im Luxus auf Kos für 584 Euro.

Die Welt sehen zu können ist großartig. Es schärft die Sinne, festigt die Persönlichkeit und macht dich vor allem offener für andere Kulturen. Gleichzeitig schaden die durch Reisen verursachten Emissionen dem Klima. Hotels und Resorte treiben Preise in die Höhe und vertreiben die Einheimischen aus der jeweiligen Region. Deswegen solltest du bewusst reisen und es nicht nur als Mission Passport verstehen.

Still can’t get over the color of the water 😍

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Schnäppchenseiten schaffen Sehnsüchte

Die Suche nach günstigen Reise ist verständlich. Urlaub sollte schließlich keine Frage des Einkommens sein, sondern steht allen Menschen zu. Allerdings bieten gerade die Schnäppchenseiten selten das Angebot zu den Konditionen, die wir uns eigentlich erträumt haben. Aus Backpacking in Kambodscha wird so All-Inclusive in Thailand, die Erkundung von Malta zum Strandurlaub in Spanien.

Wir erfüllen also gar nicht unsere wahren Reisewünsche und treten zu spannenden Individualreisen an, sondern pressen uns in ein vorgefertigtes Reise-Korsett. Klar, das Angebot kann genau deinen Wünschen entsprechen und auf dich abgestimmt sein. Oftmals geht es aber eben doch nur um Strand und Sonne; und das möglichst günstig.

Reisen wird so zur Trash-Ware am Fließband, anstatt zum außergewöhnlichen Erlebnis. Das Privileg wird zum normalen Wochenendprogramm. Wenn alles günstig und schnell zu haben ist, konzentrieren wir uns nicht mehr auf einzelne Erlebnisse und schätzen das Reisen nicht mehr. Je geht nur noch um mehr. Mehr Meer, mehr Stempel im Pass, mehr Selfies vor Sehenswürdigkeiten.

Nachhaltigkeit: Fehlanzeige

Flugreisen sind generell nicht nachhaltig. Die günstigen Preisen kommen auf Urlaubspiraten und co oft zustande, in dem Gabelflüge und Stop-Over Flüge angeboten werden. Anstatt des direkten und schnellsten Weges gibt es also oft mehrere Zwischenstops. Da bei Gabelflügen die Startflughafen ein anderer als der Zielflughafen ist, kommt zudem noch mindestens eine längere Fahrt mit Bus oder Bahn hinzu.

Tourismus, egal, wie nachhaltig man sich verhält, ist ein ökologisches Problem. Reisende steigern Müll, das Verkehrsaufkommen und verdrängen durch Hotelanlagen, Clubs u.ä. die Einheimischen aus den Orten. Daher sollte man diese Gleichung, die zu Lasten der Umwelt fällt, zumindest moralisch ausgleichen. Zum Beispiel, in dem nur an Orte reist, die dich interessieren. Und indem du den Urlaub in dem Land nutzt, um deinen Horizont zu erweitern. Damit löst du nicht das Klimaproblem, aber die Reise hatte zumindest einen ideellen Wert.

Bekommt das Reisen bald Image-Probleme?

Die Tourismusbranche ist eine der größten der Welt. Und auch in meinem Freundeskreis wird die Reiselust immer größer, Backpacking wird beinahe normal. Leider bleibt die ethische und ökologische Verantwortung dabei schnell auf der Strecke.

Wir müssen dringend bewusster und überlegter reisen. Mehr unsere nahe Umgebung entdecken als in die Ferne zu fliegen. Uns vor Ort besser und respektvoller verhalten, sowie Reiseveranstalter, Hotels und Co kritischer auswählen.

Reisen ist einfach und sogar erschwinglich, wenn man es geschickt anstellt. Doch die wahren Kosten sollte nicht unsere Welt tragen.

 

Ruhrgebiet: Meine fünf liebsten Cafes in Essen

Das Ruhrgebiet wird meilenweit unterschätzt. Ich habe etwa zwei Jahre in Essen gewohnt und die Großstadt mitten im Pott ins Herz geschlossen. Wer immer noch an Bergwerke und Gastarbeiter denkt, wenn er von Essen hört, lebt in der Vergangenheit. Stattdessen zeigt sich Essen als grüne Stadt, die mit vielen modernen und coolen Restaurants und Cafes trumpfen kann.

Besonders der Essener Süden mit den Stadtteilen Rüttenscheid und dem Südviertel sind bekannt für ihre offene Kultur, die vielen inhabergeführten Geschäften und den Third Wave Cafes. Da mein Umzug aus Essen kurz bevor steht, wird es Zeit für einen Essen-Gedächnis-Post.

Cafe und Coworking – Das Kabü in der Annastraße

Cafe in Essen Kabü in der Annastraße Cafe in der Annastraße Kabü Kaffee und Coworking

Das Kabü steht für Kaffee und Büro und ist erst seit eineinhalb Jahren in Essen zuhause. Wie der Name schon verrät, bietet sich das Cafe als Coworking-Space in Essen an. Dafür sprechen viele verschiedene Sitzmöglichkeiten, reichlich Steckdosen und gutes Wifi. Für das Kabü braucht man kein Tagesticket, sondern bezahlt wie in einem normalen Cafe nur Kaffee, Kuchen oder was immer man verspeist. Dazu kommt das wunderschöne, minimalistische Interior, das man sogar kaufen kann. Das Vorbeischauen lohnt sich also aus vielen Gründen!

Wifi: Sehr gut. Laptop-Freundlichkeit: Hoch. Essens-Angebot: Mittel.

Bücher und Gemütlichkeit – Das Cafe Livres in der Moltkestraße

Cafe Livres Essen MoltkestraßeCafe Livres in Essen in der Moltkestrasse

 

Das Cafe Livres ist durch die blaue Fassade von außen gleich erkennbar. Der zweite Blick fällt durch die großen Fenster auf die Bücherwand, womit sich das Cafe bei mir schnell beliebt gemacht hat. Doch auch wenn du kein Buchfan bist, wird dich das Livres begeistern. Es gibt sehr leckeres Kaffee, ein paar warme Gerichte und tollen veganen Kuchen. Außerdem lockt mich mein liebstes Fensterplatz in ganz Essen immer wieder in die Moltkestraße.

Wifi: Mittel. Laptop-Freundlichkeit: Mittel. Essens-Angebot: Gut.

Kreativität und Chaos – Das Unperfekthaus in der Innenstadt

Unperfekthaus Essen Ruhrgebiet

Das Unperfekthaus ist wahrscheinlich einzigartig in Deutschland. Im Gebäude einer alten Kapelle finden sich Kreative, Freelancer, aber auch Geschäftstüchtige. Im Unperfekthaus passiert so viel, es ist schwer zusammenfassen.

Ich mag den Ort besonders, wenn ich für mehrere Stunden arbeiten möchte und mich ein bisschen „einrichten“ möchte. Nachdem man knappe sechs Euro Eintritt gezahlt hat, stehen einem alle Stockwerke des Unperfekthauses zur Verfügung. Inklusive Getränke-Flat mit Kaffee, Tee und Limonade, sowie eine schöne Dachterrasse. Für ein paar Euro zusätzlich gibt es noch Zugang zu einem richtig guten Büffet.

Wifi: Sehr gut. Laptop-Freundlichkeit: Hoch. Essens-Angebot: Sehr gut.

Bio und Cinnamon Buns – Das Cafe Kucabi in der Moltkestraße

Cafe Kucabi Moltkestraße Essen Ruhrgebiet Kucabi Cafe Bio Moltkestraße

Ich habe mich verliebt. In die Cinnamon Buns aus dem Cafe Kucabi. Wenn ihr hier vorbeischaut, ist das Probieren Pflicht. Leider gibt es die Zimtschnecken momentan nur am Nachmittag. Dafür schlägt mein grünes Herz ganz laut, denn alle Lebensmittel sind hier bio.

Das Kucabi ist das jüngste Cafe in dieser Liste und erst seit Mai in Essen direkt gegenüber vom Cafe Livres. Der Geschäftsführer des Cafes hat vorher unter anderem die Philharmonie beliefert, kennt sich also gut aus!

Wifi: Mittel. Laptop-Freundlichkeit: Mittel. Essens-Angebot: Mittel.

Gebraucht und lecker: Cafe Konsumreform

Cafe Konsumreform Essen Theke

Das Cafe Konsumreform gehört zum Unperfekthaus und bietet Kaffee, Kuchen, Salate und einiges mehr. Das Besondere: Im Cafe gibt es eine Flohmarkt-Ecke, in der es Gebrauchtes, aber auch handgemachten Schmuck zu kaufen gibt.

Hier ist es besonders gemütlich, wenn man mit Freunden unterwegs ist und nicht nur auf dem Sprung ist.

Wifi: Nein. Laptop-Freundlichkeit: Hoch. Essens-Angebot: Gut.

BONUS: Das Simply Coffee in Duisburg

Simply Coffee Duisburg

Ausnahmsweise bewege ich mich nun außerhalb Essens Stadtgrenze. Eine gute Freundin beklagte sich immer wieder, dass es in Duisburg einfach keine schönen und cooles Cafes gibt. Also haben wir uns auf die Suche gemacht und Simply Coffee gefunden.

Das Cafe ist super gemütlich, das Personal ist freundlich und sogar draußen gibt es ein paar Sitzplätze.

Wifi: Gut. Laptop-Freundlichkeit: Hoch. Essens-Angebot: Niedrig.

In der Karte findest du nicht nur meine liebsten Cafes in Essen, sondern auch noch ein paar andere, in denen ich ab und an zu finden war.

Hast du ein Lieblingscafe in Essen?

MyMaps Google Tutorial

Tutorial: Interaktive Karten mit Googles MyMaps erstellen

Egal, ob ich über meine Reiseroute in Südostasien berichte oder über die lebenswertesten Städte auf der Welt: Immer binde ich MyMaps ein, um dir zu zeigen, worüber ich gerade schreibe. Als Reiseblogger ist das unheimlich nützlich. Doch auch wenn du von deinen liebsten Cafés in der Heimat schreibst, helfen Karten dir, deine Inhalte zu visualisieren.

MyMaps ist ein kostenloses Tool von Google, das auf Google Maps basiert. Es ermöglicht dir, Orte zu markieren, Routen zu erstellen und einzelne Elemente zu kennzeichnen. Heute möchte ich dir die Basics beibringen, damit du in Handumdrehen deine eigenen Karten mit MyMaps kreieren kannst.

Karten mit MyMaps erstellen

EINS: Um Karten erstellen zu können, brauchst du einen Google Account und besuchst die Seite mymaps.google.com. 

ZWEI: Gebe deiner Karte einen aussagekräftigen Namen.

DREI: Lokalisiere die ersten Orte, die du markieren möchtest. Du kannst Länder, Städte oder auch Sehenswürdigkeiten markie  ren. Also alles, was du auch bei Google Maps finden kannst.

MyMaps Orte finden und hinzufügen

VIER: Ordne deine markierten Orte, weisen ihnen Symbole zu und werde kreativ.

a. Ordne die Orte in Ebenen und Reihenfolge

b. Weise Symbole zu

c. Ändere die Struktur der Karte

FÜNF: Mach deine Karte öffentlich.

SECHS: Bette deine Karte in deinen Blog oder deine Website ein.

Gestaltungsmöglichkeiten der Karte

Wie du schnell feststellen wirst, gibt es viele Möglichkeiten, die Karte schöner und hilfreicher zu gestalten. Du kannst zum Beispiel die Optik der Karte ändern, für jeden Ort ein bestimmtes Symbol hinzufügen und auch eigene Bilder hochladen.

Am besten markierst du in der Karte alle Orte, die du in deinem Blogpost erwähnst. So werden Entfernungen und Besonderheiten der Region oder des Landes besonders deutlich. Die höchste Prämisse sollte die Nutzerfreundlichkeit sein. Das bedeutet: Markiere die relevanten Punkte und nicht alles, was dir in den Sinn kommt. Benutze verständliche Symbole und benenne deine Karten und Ebenen so, dass andere Nutzer verstehen, was du meinst.

Nutzt du auch Karten, um deine Abenteuer zu visualisieren? Oder hast du Fragen zu MyMaps?

 

Raja Ampat Papua Indonesien

Raja Ampat: Das letzte Paradies in Indonesien

Unberührte Natur, weiße Sandstrände und türkises Wasser. Raja Ampat wird zurecht von vielen als „das letzte Paradies“ bezeichnet. Mit meinem Besuch der Inselgruppe von Papua in Indonesien habe ich mir einen Traum erfüllt. Und ein richtiges Abenteuer abseits des Massentourismus erlebt.

Raja Ampat Boattour

30 Grad, leuchtender Sand, glitzerndes Meer und tausende Menschen, die wie Sardinen eng aneinander am Strand liegen. Dieses Bild hatte ich vor ein paar Monaten noch vor Augen, wenn ich an Strand und Meer dachte. Was für Mallorca und die Küste Italiens wohl stimmt, ist in Asien anders. Hier gibt es sie noch, die verlassenen Strände und Buchten; die Geheimtipps.

Einer dieser Geheimtipps ist Raja Ampat. Wer diesen Namen in Indonesien fallen lässt, wird in leuchtende Augen schauen. Die Inselgruppe kennt in Deutschland so gut wie niemand, in Indonesien gilt Raja Ampat als „das letzte Paradies„. Dennoch schaffen es nur wenige Einheimische zu den Inseln. Laut der Jakarta Post zählt Raja Ampat nur 20.000 Touristen im Jahr. Denn der Weg nach Raja Ampat ist umständlich und es gilt als teuer. Aber eben auch als wunderschön!

Anfahrt nach Raja Ampat

Das größte Abenteuer an Raja Ampat ist wahrscheinlich die Anfahrt. Um zu den Inseln zu kommen, muss man zunächst nach Sorong fliegen. Sorong, die Hauptstadt von Papua, hat allerdings nur einen Domestic Airport. Man muss also über Jakarta oder aus Makassar reinfliegen. Ich bin von Bali über Makassar geflogen. Dazu kommt, dass die Flugzeiten nicht aufeinander abgestimmt sind. Ich saß also über Nacht acht Stunden im Flughafen von Makassar fest.

Um sieben Uhr morgens landete ich in Sorong. Die nächste Fähre sollte erst in ein paar Stunden gehen, ich wollte mir die Zeit in einem Cafe vertreiben. Am Flughafen in Sorong gibt es allerdings gar nichts. Nach der Ankunftshalle folgt sofort der Bürgersteig und schließlich der Besucherparkplatz. Keine Shops oder Cafes, nur ein kleines ATM-Center. Bei meinem kleinen Abstecher in die Stadt wurde ich von den Einheimisch angeschaut wie ein verrücktes Alien. Denn im Flughafen-Vorort verirrt sich sonst wohl nie ein Tourist.

Also zurück zum Flughafen. Dort warten dutzende Taxifahrer auf dich. Für 100.000 Rupiah (ca. 7 Euro) bringen sie dich zum Hafen. Ein Motorbike bekommst du schon für 50.000 Rupiah.

Der Hafen von Sorong ist ähnlich trostlos. Dort konnte ich nach etwa einer Stunde Warten mein Ticket für die Fähre für 130.000 Rupiah kaufen. Danach hieß es noch einmal drei Stunden warten bis die Fähre eintrifft. Mit der Fähre geht es dann drei Stunden nach Waisai zum Hafen. Durch das ewige Warten war ich also gute 24 Stunden unterwegs.

Beim Verlassen der Insel wird es ähnlich langwierig. Die Fähre kommt erst gegen Nachmittag in Sorong an, die Flüge aus Sorong gehen aber am Vormittag. Daher musste ich eine Nacht in Sorong verbringen. Über Traveloka bin ich günstig auf das City Home Stay gestoßen. In Hotelnähe schwelgt man da nicht gerade in Luxus, aber hat doch alles, was man für eine Nacht braucht.

Lohnt sich Raja Ampat?

Raja Ampat Indonesien

Die Anfahrt nach Raja Ampat ist wirklich anstrengend und als Alleinreisende auch nicht ganz ohne. Auf der Fähre waren vielleicht noch drei andere Nicht-IndonesierInnen, so dass man sich wirklich sehr allein fühlt. Für Angsthasen ist das nichts und heute weiß ich selbst nicht, wie ich das nervlich ausgehalten habe, ganz allein, übernächtig und mit leerem Smartphone-Akku im trostlosen Hafen von Sorong zu sitzen und nicht in mich zusammenzubrechen.

Dazu kommt die Warterei – am Flughafen, am Seehafen und schließlich in der Fähre. Doch für die Strapazen wurde ich belohnt. Die Natur in Raja Ampat ist herrlich. Beinahe unberührt erscheinen die ganzen Inseln grün, das Wasser leuchtet türkis. Raja Ampat ist einfach wunderschön und ruhig.

Ich war viel Schnorcheln und habe nie zuvor so eine farbenfrohe Unterwasserwelt gesehen. Riesige Korallen, viele bunte Fische und klares Wasser. Die Artenvielfalt in Raja Ampat ist sogar größer als in Australiens Great Barrier Reef, zudem sind die Korallen noch nicht so gefährdet wie in Australien.

Traditional Market Raja Ampat

Mein Tourguide hat mich zu menschenleeren Stränden gebracht. Mit dem Motorroller sind wir kilometerweit über kleine Straßen gebrettert, umgeben nur von Grün. Diese pure Schönheit der Natur ist kaum zu beschreiben und schlecht festzuhalten. Fotos können nicht an das Erlebte und Gesehen heranreichen.

Schon jetzt gibt es auf Raja Ampat viele kleine Dive Resorts. Die Inselgruppe wird sich allzu schnell nicht zum Touristenmagneten entwickeln, aber sicherlich stark verändern. Ein paar Jahre wird „the last Paradise“ also noch so wunderschön bleiben. Ich hoffe, ich schaffe es in der Zeit noch einmal ein paar Freunde zusammenzutrommeln und Raja Ampat erneut zu entdecken. Es gibt noch viel zu sehen! Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass sich Raja Ampat vor allem für Taucher lohnt. Ich habe leider keinen Tauchschein und daher viel verpasst.


7 Monate Südostasien – Meine Reiseroute


Was ist Raja Ampat

Raja Ampat gehört zu Indonesiens Provinz Papua und liegt weit im Osten des Landes hinter den Molukken. An der Ostseite grenzt Papua an das Land Papua-Neuguinea. Der Name Raja Ampat (dt: Vier Könige) bezieht sich auf die vier Hauptinseln Waigeo, Misool, Salawati und Batanta. Insgesamt gehören aber etwa 1800 Inseln zu Raja Ampat. Ich war auf Waigeo in Waisai.

Obwohl die offizielle Amtssprache in Indonesien Bahasa Indonesia ist, wird diese von vielen Menschen in Papua nicht gesprochen. Typisch für Indonesien haben viele Inseln und Dörfer eine eigenständige Kultur und eine eigene Sprache, die sich stark vom Rest Indonesiens unterscheiden kann. Wer Indonesisch spricht, kann sich also nicht unbedingt überall auf Raja Ampat mit Einheimischen verständigen.

Raja Ampat Sunset

Tipps für Raja Ampat

  • Verschaffe dir vorher einen guten Überblick über die verschiedenen Inseln, damit du planen kannst, was du sehen möchtest
  • In Raja Ampat braucht man in jedem Fall ein Tourguide, weil man allein nicht weit kommt und es auch viel zu teuer wäre. Am besten kontaktierst du schon vor deiner Reise deine Unterkunft und erkundigst dich nach Touren
  • In Sorong unbedingt noch einmal Geld abheben. In Waisai gibt es zwar ATMs, aber woanders ist das nicht garantiert
  • In vielen Guesthouses und Homestays gibt es kein Wifi. Vorher deswegen alles gut planen und notieren!
  • Die Fähre kommt immer in Waisai am Hafen an und die meisten Unterkünfte holen dich dort auch ab. Vorher trotzdem checken, ob das geregelt ist!
  • Einen Fährenplan  gibt es zwar, allerdings darf man diesem nicht zu viel Glauben schenken. Zeiten ändern sich gerne spontan.
  • Generell gilt für Raja Ampat: Planung ist alles. Hier gibt es keinen Mitlauf-Tourismus, dir werden keine Angebote vor die Füße geworfen. Man muss selbst schauen, wo man bleibt
  • Raja Ampat ist ein Taucherparadies und lohnt sich daher auch für Taucher besonders
  • Allein für An- und Abfahrt solltest du je einen Tag einplanen.
Hotel Matze Podcast Mehrwert

Fünf deutsche Podcasts mit Mehrwert, die du beim Reisen hören kannst

Podcast sind großartig, das dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. So gerne ich mich berieseln lasse, bevorzuge ich doch Inhalt, der im Kopf noch ein wenig nachhallt. Faszinierende Menschen und ihre Geschichten, die mir etwas beibringen. Besser geht es doch kaum, oder?

Da Podcasts mittlerweile alle möglichen Themen abdecken, findet bestimmt jeder einen mit dem er die Zeit überbrücken kann. Besonders beim Reisen habe ich Podcasts geliebt, weil man doch viel Zeit mit Warten und reiner Fortbewegung verbringt. Zudem macht Reisen ziemlich nachdenklich, somit sind Podcasts, die ein paar Denkanstöße liefern, genau richtig!

Fortbewegung Suedostasien

EINS: detektor.fm – Das brand eins Magazin zum Hören

Das brand eins Magazin kennst du dank der kreativen Cover bestimmt aus dem Kiosk. Bei detektor.fm gibt es die Stories des Magazins zum Hören. Dabei erzählen gute Journalisten von ihren Recherche und Experten beantworten Fragen, die wirklich interessant sind. Dabei hat jede Episode ein Hauptthema, auf das besonders eingegangen wird.

ZWEI: SWR2 Wissen

Wie der Titel bereits sagt, steht auch hier Wissen im Vordergrund. Manchmal sind die Themen aktuell, manchmal beleuchtet sich auch grundlegende Fragen der Wissenschaft – oder skurrile. In jedem Fall ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, etwas dazuzulernen.

Anspieltipps: „Die Freimaurer“ + „Das Phänomen Asexualität“

DREI: Eine Stunde Liebe + Einhundert

Einhundert“ des Deutschlandfunks (❤️) erzählt in über 140 Episoden interessante und ungewöhnliche Geschichten. Jede Folge hat ein Thema, das jeweils durch verschiedene Perspektiven aufbereitet wird. Auch bei „Eine Stunde Liebe“ geht es je um ein Thema, das durch persönliche Erfahrungsberichte ergänzt wird.

Anspieltipp: „9/11 – Der Tag, der alles änderte“ (Einhundert) +“ Liebes-Konstellationen“ (Eine Stunde Liebe“

VIER: Hotel Matze

„Hotel Matze“ ist kein klassischer Wissenspodcast. Matze Hielscher, Gründer von MitVergnügen, führt hier Interviews mit bekannten Persönlichkeiten und Künstlern aus Berlin. Übergeordnet geht es immer um die Frage, was den jeweiligen Interviewpartner antreibt. Als Hörer erhalten wir Einblick in den Alltag und die Routinen von Menschen, die nicht den Nobelpreis gewonnen haben, aber es geschafft haben, ihr Leben so zu leben, wie sie möchten.

Anspieltipp: Folge 5 mit Christian Ahmed + Folge 3 mit Jan Köppen

FÜNF: Stimmenfang

Kurz vor der Bundestagswahl möchte der Spiegel-Podcast „Stimmenfang“ die aktuelle Stimmung in Polit-Deutschland einfangen. Dabei geht es um das Duell zwischen Merkel und Schulz, den Rechtsruck, aber auch um neue Wahlkampftrends, die sich vor allem dank des Internets verbreiten.

Anspieltipp: „Wie beeinflusst Facebook die Bundestagswahl“

Wie vertreibst du dir die Wartezeit auf Reisen? Hörst du auch Podcasts?