Instagram: Bitte keine Selfies mehr!

Durch meinen Instagram-Feed scrolle ich täglich so 2,3 mal. Das ist wahrscheinlich im Vergleich nicht wirklich viel und trotzdem konnte ich in letzter Zeit eine Art Sättigung erkennen. Schuld sind vor allem die Selfies, denen man sich kaum noch entziehen kann.

Ich liebe Instagram dafür, dass jeder zum Fotografen werden kann. Ich mag die Alltagsschnappschüsse von Freunden, Fremden und Menschen, zu denen ich aufblicke. Ich liebe die Inspirationen in Sachen Mode und Living, ich mag die Musik- und Büchertipps. Ich finde es toll, dass (richtige) Fotografen einen ersten Blick auf aktuelle Fotostrecken geben. Ich mag Fotos am Strand, von Freunden, von Liebenden, von Hundewelpen, putzigen Katzen und saftigem Schokokuchen.

Die Seuche heißt Selfie

Und trotzdem gib es eine Sache, dich mich richtig ankotzt: Selfies. Jeden Tag gibt es Menschen, die mir auf 510 x 510 Pixeln debil entgegen grinsen oder alternative witzige Grimassen ziehen. Selfies gibt es nicht erst seit gestern, aber bei mir ist der Punkt erreicht, an dem ich sie nicht mehr sehen kann. Wie kann jemand jeden zweiten Tag ein Foto von sich selbst machen und es veröffentlichen? Welche Reaktionen erwartet der Uploader? Was soll ich unter ein Foto schreiben, was bis auf ein riesiges Gesicht vollkommen inhaltsleer ist? Diese Fotos sind nicht besonders oder kreativ. Sie strahlen weder Lebensfreude aus noch Trauer. Sie sagen nichts.

Der erste Schritt zur Besserung

Als Reaktion auf meine gestiegene Abneigung habe ich alle meine Selfies von meinem Profil gelöscht. Ich will keine Likes mehr für mein Gesicht, ich will nicht hirnlos Fotos von mir im Netz verbreiten und vor allem möchte ich es anderen Leuten ersparen. Jedes Foto von mir, dass nur aussagt „Schaut mal, ich sehe gerade gut aus“ oder auch „Ungeschminkt aus dem richtigen Winkel werde ich zur natürlichen Schönheit“ sind weg. Übrig geblieben sind Fotos, die mich mit Freunden zeigen. Fotos, die Spaß, Lebensfreude und Zusammenhalt eingefangen haben, wie es eben nur Fotos können.

Zukunft

Ich werde zukünftig nicht nur verstärkt darauf achten, das Fotos die ich hochlade einen Mehrwert haben, ob für Freunde, Bücherliebhaber oder Landschaftsfetischisten, sondern auch rigoros meinen Feed ausmisten. Leute die mich nerven werden verbannt. Ich habe keine Lust mehr mich über so etwas Banales wie Instagram weiter zu ärgern.

 

Wie oft denkt ihr über euer Nutzungsverhalten nach? Was postet ihr und vor allem: Was seht ihr gerne in eurem Feed?

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