Meine liebsten Coming-of-Age Serien

Coming of Age Serien

Coming-of-Age ist ein wunderbares Serienthema, dass die Lebensrealität vieler junger Erwachsenen trifft. Das Potential zum Binge-Watching ist also gegeben. Heute zeige ich euch meine liebsten Coming-of-Age Serien.

Serien nehmen uns für kurze Zeit mit in eine andere Welt. Wir lieben und leiden mit den Charakteren, verstehen die Handlung besser als unser eigenes Leben und stellen damit auch unsere eigenen Entscheidungen auf den Prüfstand. Ich glaube, dass Serien uns wirklich Dinge beibringen können. Oftmals bringen wir für unsere Helden mehr Empathie auf als für unsere Freunde und Feinde. Coming-of-Age Serien sind dafür ein tolles Beispiel, da unsere Lieblingsfiguren alle Wirrungen und Gefühle, die wir in unseren 20er haben auch durchleben.

LOVE

Mickey ist ein Wrack. Ihr deutlich älterer Freund ist ein Muttersöhnchen, sie hat Drogen- und Alkoholprobleme und auch sonst ihr Leben nicht in Griff. Trotz ihr kaputten und unverschämten Art ist Mickey liebenswürdig, ich mochte sie von der ersten Sekunde.

In der ersten Folge lernt sie Gus kennen. Gus ist ein Spießer, den die Trennung von seiner Freundin aus der Bahn wirft. Nach einer schlimmen Nacht treffen sich die beiden zufällig und kommen überraschend gut miteinander aus.

„Love“ ist weder eine typische Coming-of-Age Serie, noch besonders romantisch. Die schöne Schrägheit liegt eher zwischen den Szenen. Beide Charakter liebt man nicht gerade bedingungslos, doch das macht die Serie so echt. Sie zeigt, wie Menschen sich verändern, wenn sie sich mögen; im Guten und im Schlechten.

Love traut sich, die hässliche Seite der Charaktere zu zeigen. Der gute Gus wird zwischenzeitlich zum egoistischen Arschloch, von der kaputten Mickey sieht man die zerbrechliche und selbstsüchtige Seite. Für mich eine der besten Serien, die ich dieses Jahr geschaut habe.

Abrufbar bei Netflix

Girls

In der Serie begleitet wir vier Mädels dabei, New York für sich zu gewinnen. Dabei bieten Hannah und Co natürlich viel Identifikation. Ihrer Privilegien sind sich die vier dabei meist nicht bewusst. Stattdessen kämpfen sie sich umständlich von Job zu Job und von Beziehung zu Beziehung.

Girls ist vor allem dafür bekannt und beliebt so schonungslos offen zu sein. Hannah-Darstellerin Lena Dunham sehen wir öfter nackt, die zwischenmenschlichen Beziehung sind oft ebenso kaputt wie die Charaktere selbst. Doch gerade diese schonungslose Darstellung sorgt dafür, dass ich Girls wirklich sehr liebe.

Erhältlich bei Amazon

Skins

Skins ist eine Serie aus Großbritannien, die alle zwei Staffeln den Cast wechselt. Ich bin besonders Fan der ersten Generation rund um Tony, Cassie und Chris. Skins beleuchtet das Leben von mehreren Teenagern aus Bristol. Besonders das selbstzerstörerische Verhalten handelt den Charakteren Probleme ein.

Die ungeschminkte Darstellung, sowie der Hang zum Drogenkonsum ist charakteristisch für die Serien. Die Serie wurde größtenteils von Autoren um die 21 Jahre geschrieben, was der Serie unheimlich viel Identifikationspotential gibt, obwohl die Handlung teils sehr extrem ist.

Erhältlich bei Amazon / Abrufbar bei Netflix

Awkward

Awkward startet mit der erst 15-jährigen Jenna, die sich angeblich selbst das Leben nehmen wollte. Fortan als das „Selbstmord“-Mädchen gebranntmarkt kämpft auch sie sich durch das High-School-Leben. Dabei spielen Liebe und Freundschaft natürlich immer eine Hauptrolle.

Auch wenn Awkward szenenweise etwas drüber ist, finde ich Serie sehr unterhaltsam, da sie Themen ins Lächerliche zieht, die es irgendwie auch verdient haben.

Besonders schön: Die Protagonisten schreibt einen Blog, ihr Handy ist ständiger Begleiter. Ich mag Serien, in denen Technologie sinnvoll und authentisch zur Handlung gehören.

Abrufbar bei Amazon Prime / Erhältlich bei Amazon

Master Of None

Master Of None ist ebenfalls ein Netflix Original. Der Mittdreißiger Dev versucht sich in New York eine Schauspielkarriere aufzubauen, bisher kann er aber nur auf einen erfolgreichen Werbefilm zurückblicken. Als Sohn indischer Migranten wird er dazu oft mit stereotypischen Rollen konfrontiert.

Jede Episode behandelt ein anderes Oberthema, dass irgendwie mit dem Erwachsenwerden zu tun hat. Zum Beispiel Kinder, die Beziehung zu den Eltern, aber auch Feminismus oder eben Rassismus. Parallel dazu entwickelt sich allerdings auch eine Liebesgeschichte zwischen Dev und Rachel, die kaum sympathischer sein könnte.

Master of None gefällt mir besonders, weil es so zeitgemäß ist. Die Probleme und Gedanken, denen Hauptdarsteller Dev nachgeht, kennen wir wohl alle. Am tollsten fand ich übrigens das Ende der ersten Staffel.

Abrufbar auf Netflix

Coming-of-Age Serien

Besonders gefällt mir an diesen Serien, dass man sie immer wieder schauen kann. In jedem Alter rezipiert man die Serien anders, bewertet das Verhalten der Charaktere unterschiedlich, lernt zu reflektieren.

Awkward und Skins sind bereits abgedreht, Girls befindet sich gerade in der vierten Staffel. Love und Master of None sind noch recht frisch, die Verlängerung auf eine zweite Staffel ist aber bei beiden Serien schon sicher. Ich freue mich riesig drauf!

Kennst du Coming-of-Age Serien, die ich mir ansehen sollte?

 

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