Social Media: Warum mir Instagram wieder mehr Freude bereitet

Instagram Profilansicht textgesteuert

Weniger Interaktionen, weniger Aufmerksamkeit. Viele Nutzer meckern derzeit über Instagram. Dabei hab ich meine Freunde an dem Netzwerk gerade wieder gefunden.

Vor etwa vier Monaten habe ich mein Instagram Account deaktiviert. Ich war übersättigt vom Narzissmus, der ewigen Selbstdarstellung, dem weißen Reinheits-Gebot. Ich musste da raus. Nach ein paar Wochen entwickelte ich allerdings selbst wieder den Drang mich mitzuteilen. Schönen Fotos wollen gesehen werden, dachte ich mir. Und intuitiv habe ich begonnen, mein Instagram anders zu benutzen. Und nun gefällt es mir besser denn je!

Instagram ist keine Business-Plattform mehr

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich alle Blogger und Influencer aussortiert habe, die schamlos Werbung posten, doch Instagram kommt mir wieder persönlicher und natürlicher vor. Die gesponserten Beiträge halten sich in Grenzen und auch der perfekte Minimalismus-Look scheint langsam nachzulassen.

Vielleicht haben die Nutzen erkannt, dass zu viele Profile gleich aussahen und Individualität doch gefragt ist. Und vielleicht überschätzen Marketer die Werbewirkung von Instagram auch nicht mehr. Vielleicht hab ich auch einfach gut aussortiert.

Persönlichere Interaktion

Ich poste keine Selfies oder seitenlange Tagebuch-Bildunterschriften, aber doch sind meine Beiträge persönlicher geworden. Meine Bilder zeigen die Welt durch meine Augen, die Dinge, die ich bemerkenswert finde. Durch eine persönlichere Bildsprache fühlt sich auch jeder Like persönlicher an, wie ein kleines Kompliment. Und das Kompliment gilt nicht meinem Aussehen, sondern meiner Fähigkeit Bilder einzufangen.

Und auch ich sehe die Fotos anderer mittlerweile anders. Ich kann mir eine Persönlichkeit hinter den Accounts vorstellen und mag viele der Menschen hinter den Profilen richtig gern, obwohl ich sie gar nicht oder nur vom Sehen kenne. Sich zu mögen, weil einen die gleichen Dinge begeistern, ist wunderbar!

Inspiration und Tipps

Egal, welches Thema, auf Instagram gibt es reichlich Tipps und Inspo. Gerade das Thema Reisen interessiert mich gerade sehr. Doch auch zu Tattoos, Nachhaltigkeit und Co gibt es haufenweise Accounts, die sich zu Folgen lohnen. Das Stöbern im Discover-Tab, aber auch von Hashtags macht mir viel Spaß und lässt mich beinnahe täglich Neues entdecken.

Das bewusste Nutzen von Instagram

An mehr Bewusstsein für Social Media und der Internetnutzung im Allgemeinen arbeite ich persönlich schon lange. Daher nehme ich mir jetzt morgens und abends meist ganz bewusst eine Viertelstunde für das Scrollen durch Instagram. Mein Feed ist für mich mittlerweile ein friedlicher Ort, die mich mal entspannt und mal inspiriert.

Schöne Momente teilen

Fotos aus dem Alltag zu teilen ist der Ursprung von Instagram. Und während ich eine Zeit halbherzig versucht habe, Trend nachzumachen, besinne ich mich nur wieder zum Grundgedanken. Ich teile regelmäßig Fotos meiner Reise und lassen die schönen oder besondere Momente so noch einmal Revue passieren. Die Bilder entstehen einfach so, liegen mir geradezu im Weg.

Social Media ist das, was wir daraus machen. Wen du deinen eigenen Feed etwas aufräumst und deinen Interessen folgst, findest du vielleicht auch wieder Spaß daran, selbst wenn deine Likes stagnieren.

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Kommentare

  1. FashionqueensDiary

    Interessanter Beitrag. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich (seit Beginn meines Accounts) immer wieder am Schwanken bin, ob ich ihn nicht wieder deaktivieren soll… Mir geht dieses „perfekte Getue“ teilweise echt auf den Zeiger und postet man einige Tage nichts, hagelt es vor allem die Abmeldung von Followern…

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